Gründung der Feuerwehr St. Gerold

Die Gründung des Vereines (Auszüge aus damaligen Protokollen)

Die Gemeindevertretung von St. Gerold unter ihrem damaligen Vorsteher Franz Josef Bertsch beschloss am 29. Dezember 1927 die Gründung einer ortseigenen Feuerwehr. Es meldeten sich 20 Männer, und am 19. Februar 1928 erfolgte die Gründungsversammlung. Die anschließenden Wahlen erbrachten folgendes Ergebnis.

Heinrich Nigsch         Kommandant

Franz Josef Bertsch   Kommandant Stellvertreter

Damian Nigsch          Kassier und Schriftführer

Basil Gaßner              Zugsführer

Ferdinand Nigsch      Chronist

 

Weitere Gründungsmitglieder

Martin Bertsch, Max Lang, Gottlieb Burtscher, August Muther, Ludwig Burtscher, Valentin Nigsch, Franz Anton Burtscher, Gustav Nigsch, Christian Burtscher, Gerold Nigsch, Jakob Dünser, Albert Welte, Adrian Gaßner, Josef Welte, Florian Hartmann.

 

Die Gemeindevertretung machte die erforderlichen Geldmittel flüssig, und es konnten Blusen, Helme, Gurten und 200 m Schläuche angekauft werden.

Sprengelarzt Dr. Ignaz Hartmann in Garsella erteilte Instruktionen über das Sanitätswesen (künstliche Beatmung, Knochenbrüche, Anbringung von Verbänden bei Verletzungen aller Art). Gottlieb Burtscher wurde zum Obmann der Rettungsabteilung bestimmt.

Im Jahr 1930 erhielt die Feuerwehr St. Gerold eine Fahne, Preis ÖS 850,--. Am 27. Juli erfolgte die feierliche Einweihung, wobei 14 Gastvereine und die Harmoniemusik aus Nüziders eingeladen wurden. Fahnenpatin war Susanna Burtscher, erster Fähnerich Valentin Nigsch.

 

Die Freiwillige Feuerwehr St. Gerold - Fahnenweihe im Jahr 1930

von links nach rechts:

1. Reihe: Welte Alois, Burtscher Franz Anton, Nigsch Gerold, Nigsch Valentin, Burtscher Ludwig, Küng Franz Josef.

2. Reihe: Müller Josef, Nigsch Ferdinand, Müller Tobias, Gaßner Adrian, Hartmann Florian, Burtscher Christian, Welte Albert, Bertsch Damian, Welte Josef, Bertsch        Martin.

3. Reihe: Müller Susanne, Lang Max, Muther August, Nigsch Heinrich, Gaßner Basil, Müller Tobias, Lehrer Fink Josef, Burtscher Maria.

4. Reihe: Nigsch Magnus, Nigsch Hilda, Müller Johanna, Welte Johanna, Bertsch Barbara, Fahnenpatin Burtscher Susanna, Muther Berta, Dobler Fany, Müller Luise, Müller Monika, Burtscher Gottlieb.

 

Fotos: folgen

Feuerwehrgeräte aus der Vergangenheit  Motorspritze aus dem Jahr 1943

1941 wurde das Gerätehaus an der Straße  erbaut.

1943 wurde die erste Motorspritze angeschafft.

In den Kriegsjahren führten die Wehrmänner Sammlungen für das Winterhilfswerk durch, hielten Übungen zum Verdunkeln ab und nahmen an Heldengedenkfeiern teil.

Im Jahre 1948 feierte die Freiwillige Feuerwehr von St. Gerold am 1. Juli im kleinen Rahmen ihr 20-jähriges Bestandsjubiläum.

Eine große Sache für die Feuerwehr von St. Gerold war die Anschaffung eines Feuerwehrautos im Jahre 1949. Stolz vermerkt der Schriftführer in seinem Protokoll, dass das Fahrzeug "sehenswert" sei und dass die Anschaffung "einen großen Schritt der Feuerwehr zum Nutzen für das ganze Tal" bedeute. Dabei wurde diese Feuerwehrauto aus einem vollkommen verlotterten Wehrmachtswagen vom Karosseriebauer Josef Walser aus Rankweil hergestellt. Aber immerhin war es das erste Feuerwehrauto im Tal.

Foto: folgt

Die Ortsfeuerwehr St. Gerold im Jahre 1961

1. Reihe: Ernst Bertsch, Franz Burtscher (Fahnerich), Ludwig Burtscher (Gründungsmitglied).

2. Reihe: Daniel Hartmann, Alfred Studer, Otto Nigsch, Hermann Burtscher, Florian Nigsch.

3. Reihe: Alfred Burtscher, Josef Müller, Alois Welte, Siegfried Burtscher, Ludwig Müller, Siegfried Gaßner, Josef Küng, Franz Bertsch.

4. Reihe: Alfons Nigsch, Herbert Gaßner, Alfred Küng, Tobias Müller 55 (Kommandant), Tobias Müller 53, Alwin Dünser, August Bertsch.

 

Am 3. April 1963 wurde die Fahnenpatin Susanna Burtscher zu Grabe getragen.

Am 5. Mai 1974 wurde das neue Feuerwehrauto eingeweiht.

Ein Jubeljahr für die Feuerwehr St. Gerold war das Jahr 1978. Zusammen mit dem 30-jährigen Bestandsjubiläum der Harmoniemusik St. Gerold und dem 1000-Jahr-Jubiläum von St. Gerold feierte die Feuerwehr St. Gerold ihr 50-Jahr-Jubiläum vom 14. bis 17. Juli. Vier Tage dauerte das Fest im Zelt auf der Quadrätscha. Ein gewaltiger Platzregen am ersten Abend führte zu Problemen auf dem Parkplatz. Mit vereinten Kräften wurden auch diese Schwierigkeiten gelöst. Unvergesslich werden der Festgottesdienst im Klosterhof und der mächtige Einzug der 14 Feuerwehren und der 5 Musikkapellen bleiben. Das Dorffest am vierten Abend war ein Treffen mit abgewanderten St. Geroldern. Ein Festessen, offeriert von der Gemeinde St. Gerold, stärkte das Gefühl der Zusammengehörigkeit.

Foto: folgt

Die Feuerwehr St. Gerold im Jahr 1978

1. Reihe: Herbert Gaßner, Alwin Dünser, Kommandant Tobias Müller 53, Bürgermeister Erwin Summer, Tobias Müller 55, Rudolf Hartmann, Artur Dünser.

2. Reihe: Ludwig Burtscher sen., Alfons Nigsch, Gebhard Welte, Josef Küng, Otto Nígsch, Florian Nigsch, Alois Welte.

3. Reihe: Daniel Hartmann, Konrad Burtscher, Siegfried Burtscher, Erich Müller, Willi Burtscher, Hugo Schaffer.

4. Reihe: Alfred Studer, Ludwig Burtscher jun., Franz Burtscher, Alfred Küng.